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Andy Hug - Vom Rocky zum Samurai

 

Andy Hug wurde am 7. September 1964 in Zürich (Schweiz) geboren. Zusammen mit seinen zwei Geschwistern wuchs er bei seinen Grosseltern in Wohlen im Kanton Aargau auf. Wegen der bescheidenen Lebensumstände und der schwierigen familiären Situation gehörte Andy zweifellos zu einer sozialen Schicht, die wenig zu melden hatte.

 

Andys einzigartige Entwicklung zum Karatekämpfer war sicher mit ein Grund, dass er sich in seinem sozial schwierigen Umfeld besser behaupten konnte. Gleichzeitig hatte sie aber auch zur Folge, dass sich andere Jugendliche über ihn lustig machten oder ihn diskriminierten. Andy litt zwar darunter, doch gleichzeitig förderte es seine Entschlossenheit, die Verantwortung für sein Leben selber zu übernehmen. Das Kampfkunsttraining verhalf ihm zu mehr Selbstbewusstsein und unterstützte ihn, beim Entwickeln seiner Fähigkeiten und seiner Persönlichkeit. Er kämpfte für scheinbar Unerreichbares und wurde von Hindernissen und Schwierigkeiten erst recht stimuliert. Kämpfen wurde zu seinem Leben – Beruf, Kunst und Philosophie in einem.

Das Harmonisieren unserer Kräfte und unseres Bewusstseins – und nicht der Sieg über andere – ist der Schlüssel zum Erfolg. So lehren es die traditionellen Kampfkünste. Für Andy war Kampf Kunst – ein Weg, um die Kraft seines Herzens zu entfalten. Stetig entwickelte er seine Kampfkombinationen weiter und beeindruckte Gegner und Fans mit seinem vitalen und attraktiven Kampfstil.

 

So eindrucksvoll seine sportlichen Leistungen auch waren, sie stellen bei weitem nicht Andy's ganzes Wirken dar.
Im Kontrast zum harten Kampf im Ring zeichneten ihn vor allem charakterliche Eigenschaften wie Bescheidenheit, Ehrlichkeit, Liebenswürdigkeit, Hilfsbereitschaft und seinen Sinn für Gerechtigkeit aus.

 

In Japan nannte man Andy auch „der Taifun", symbolisierend für seine äussere Kraft und innere Ruhe. Für unzählige Menschen auf der ganzen Welt verkörperte er den wahren Geist der Kampfkunst. Er schuf eine Brücke zwischen der westlichen und der fernöstlichen Kultur und wurde zum Symbol für eine neue Form der globalen Kampfkunstphilosophie und des kulturübergreifenden Denkens.

Am 24. August 2000 starb Andy überraschend an den Folgen von Leukämie.

Tausende von Menschen erwiesen ihm an seiner Bestattung die letzte Ehre. Durch seinen Tod ist nicht nur ein grosser Kampfkünstler verloren gegangen, sondern ein charismatischer Mensch, der sich mit grenzenloser Hingabe für die Verwirklichung seiner Ideale und Träume einsetzte.

 

Erfahren sie mehr über die Lebensgeschichte von Andy Hug:
www.andyhug.ch
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